OSB-Terrarien Bauanleitung


Als kleine Hilfestellung habe ich Euch hier eine kleine Anleitung

zum Bau bzw. Umbau eines OSB-Terrariums für die

Hamster-Haltung verfasst.

 

Ich bestelle meine neuen OSB-Gehege immer bei Ebay. Dort gibt es sehr gute und preisgünstige Bausätze, die man mit ein wenig Aufwand und Geschick zu super schönen und vor allem artgerechten Hamster-Gehegen umbauen kann. Es gibt sie in verschiedenen Größen zu bestellen. Ich empfehle Euch gleich den 120 x 60 x 60cm Bausatz oder größer zu nehmen, denn damit habt Ihr eine tolle Größe, wo auch einiges an Einrichtung rein passt.

 

Um das Gehege entsprechend umzubauen braucht Ihr noch folgende Dinge aus dem Baumarkt:

 

  • Alu-Profile in L-Form 1 x 1 cm (als Kantenschutz für den vorderen Bereich im Gehege)
  • Heißkleber um den Kantenschutz zu befestigen
  • Lochblech oder Lüftungsgitter (engmaschig)
  • Bunt- bzw. Klarlack (für Kinderspielzeug geeignet)
  • kleines Malerset (kleine Walze, Pinsel, Schütte)

 

 

 

Das Gehege kommt in Einzelteilen mit Bauanleitung und sicher verpackt bei Euch an.

Am besten sucht Ihr Euch als erstes die Bodenplatte raus und befestigt daran die beiden Seitenteile, die jeweils 2 bis 3 Lüftungslöcher haben.

 

Bitte achtet darauf, die Seitenteile so an der Bodenplatte zu befestigen, dass die Löcher auf beiden Seiten oben sind. Denn unten brauchen wir keine Belüftung. Da wird später so hoch wie möglich eingestreut und die Streu würde an diesen Stellen heraus fallen.

Das sollte dann in etwa so aussehen...

Danach setzt Ihr den Deckel darauf. Anschließend wird die Rückwand eingepasst und festgeschraubt. Es kann sein, dass man hier etwas schieben und drücken muss, damit die Kanten bündig aufeinander sitzen. Daher empfiehlt es sich, bei diesem Schritt noch 2 helfende Hände zu haben, die festhalten während Ihr schraubt. Zur Not geht es aber auch alleine, wenn Ihr etwas geschickt seid.

Anschließend kommt die Front rein. Hier muss man ebenfalls etwas drücken und schieben, um sie gerade an ihrem Platz zu fixieren. Und schon nimmt Euer Gehege Gestalt an.

Kommen wir nun zum etwas schwierigeren Teil: Die Belüftung.

 

Die vorgebohrten Lüftungs-Löcher sind für eine Haltung von Hamstern viel zu klein. Auch die kleinen Plastik-Deckel, mit denen man diese Löcher verschließen soll, werden von den Hamstern eventuell angenagt und Teile des Plastiks könnten in den Magen des Tierchens gelangen, wo sie schweren Schaden anrichten. 

Daher müssen wir hier etwas nach arbeiten.

 

Zeichnet hierzu am besten anhand der Löcher eine  vergrößerte Belüftungs-Öffnung vor. Diese sägt Ihr dann entweder mit einer Handsäge oder idealerweise mit einer Stichsäge aus.

Das sieht dann so aus. Man kann die Größe je nach Belieben auswählen. Der Ausschnitt sollte auf beiden Seiten mindestens 30 x 15 cm groß sein, je Größer desto besser.

Verschlossen werden diese vergrößerten Öffnungen später mit einem Lochblech oder Gitter, doch dazu kommen wir erst nach einigen anderen Arbeitsschritten.

 

Zur weiteren Bearbeitung nehmt Ihr am besten die Glasschiebetüren heraus. Dann kommt ihr besser rein zum streichen usw.

Kommen wir nun zum Lackieren. Dies solltet Ihr auf jeden Fall tun, denn damit wird das Holz vor eventuellen Urinflecken geschützt bzw. falls Frischfutter oder Wasser dran kommen sollte. So erhaltet Ihr Euer Gehege länger schön und könnt dies auch vor dem Einzug eines neuen Hamsterchens wiederholen.

 

Verwendet hierzu bitte ausschließlich Lacke (Buntlack bzw. Klarlack), die auch für Kinderspielzeug usw. geeignet sind. Denn sollte das Hamsterchen mal auf die Idee kommen, etwas am Lack zu knabbern, wird es dabei nicht vergiftet.

 

Ich nehme hierzu immer weißen Lack, damit das Gehege innen etwas heller ist und es mir persönlich so am besten gefällt.

Ihr könnt auch nur mit transpatentem Klarlack oder einer anderen Farbe streichen. Das ist völlig frei wählbar. Den Hamster wird es nicht stören, welche Farbe ihr nehmt.

Je nach Deckkraft des Lackes sind mehrere Schichten notwendig. Bei weiß brauch man meist 2 bis 3 Durchgänge, damit das Gehege in einem Blütenweiß erstrahlt.

 

Hier seht Ihr das Ergebnis nach dem ersten Durchgang.

 

Am besten streicht Ihr zuerst die Ecken und Kanten mit einem Pinsel vor und danach die Flächen mit einer Walze. Damit erzielt Ihr das beste Ergebnis. Achtet darauf, dass die Farbe schön in alle Poren des Holzes eindringt, dass Ihr aber auch nicht zu dick auftragt, da es sonst zu Klumpen im Lack kommen kann, die nicht so schön aussehen.

So sieht es dann nach dem dritten Anstrich aus. Vorne kann man die kleinen Scheiben abkleben, damit man beim Streichen nicht so vorsichtig sein muss.

 

Mit jedem Anstich füllen sich auch die groben Poren im OSB besser mit Farbe und werden weitgehend unsichtbar.

 

Ich empfehle Euch nach jedem Anstrich einen Tag zu warten, bis Ihr die nächste Schicht auftragt. So seid Ihr sicher, dass auch wirklich alles gut hält und sauber aussieht.

Ich lackiere auch immer gerne die Schienen der Schiebetüren und alle Außenseiten mit. Bei den Schienen muss man darauf achten, dass man nicht zu viel Farbe einbringt, da sonst die Schiebetüre später nicht mehr so leicht zu bewegen ist bzw. klemmt.

Wenn der Lack gut getrocknet ist, könnt Ihr mit dem nächsten Schritt beginnen und die Lüftungsgitter anbringen.

 

Am besten nehmt Ihr Lochblech oder Gitter, das sehr feinmaschig ist. Wenn die Löcher bzw. Maschen zu groß sind, klettert der Hamster daran hoch und kann sich beim Abstürzen böse verletzen oder er beginnt zwanghaft daran zu nagen.

 

Man kann das Lochblech bzw. Gitter mit Schrauben befestigen oder mit Heißkleber. Hält beides gleich gut, habe ich fest gestellt. Wichtig ist, dass Ihr die Gitter von innen anbringt, da ihr ansonsten eine weitere innere Kante habt, die mit einem weiteren Alu-Profil geschützt werden muss. Ihr erspart Euch also viel Aufwand, wenn Ihr das Lochblech von innen anbringt.

Zum Schluß sägt ihr mit einer kleinen Metallsäge die Alu-Profile zurecht und bringt sie an den inneren Kanten der Front an. Mittlerweile schraube ich diesen Kantenschutz mit kleinen Schräubchen fest, da manche Hamster die Profile abreißen, wenn sie nur mit Heißkleber befestigt sind.

 

Aber Heißkleber oder Aquariensilikon reicht eigentlich auch. Falls Ihr später bemerkt, dass Euer Hamsterchen die Kanten auch extrem interessant findet, könnt Ihr immer noch nach arbeiten und Schrauben anbringen.

Und so sehen die OSB-Terrarien dann im fertigen Zustand aus (rechts im Bild - links ist ein umgebauter Pax zu sehen).

 

Ich finde die Mühe lohnt sich im Hinblick auf den Preis allemal.