Teddyhamster (langhaarige Goldhamster)


Oft werde ich gefragt, ob man bei Teddyhamstern (sprich Goldhamstern in Langhaar) etwas anderes beachten muss als bei ihren kurzhaarigen Artgenossen, den Goldhamstern. Es gibt leider viele Internetseiten, die völlig falsch informieren. Daher möchte ich mit meinem folgenden Artikel entgegenwirken.

"Teddys" sind nichts anderes als (Syrische) Goldhamster mit langen Haaren. Das bedeutet, sie sind in ihren Bedürfnissen und der Pflege völlig identisch mit ihren kurzhaarigen Artgenossen. Der Unterschied liegt rein in der Optik durch das "Langhaargen", welches sie in sich tragen. Sie brauchen kein anderes Futter und auch sonst keine zusätzliche Pflege.

 

Auch sie haben keinen Fellwechsel oder müssen getrimmt werden. Bürsten darf man sie auf keinen Fall! Dies bedeutet unnötigen Stress durch das Ziepen und Reißen an ihrem Fell. Da Hamster von Haus aus keine Kuscheltiere sind, ist diese zusätzliche Manipulation mit einer Bürste oder einem Kamm absolut gegen ihre Bedürfnisse. Sie mögen es nicht, auch wenn manch ein Hamster dabei still stehen sollte. Das ist dann eine Art Schreck- oder Angst-Starre, die nicht mit Wohlgefallen verwechselt werden sollte! Das Bürsten hat keinerlei Nutzen an ihrem Haarkleid. Wenn man ihnen ein ordentliches Sandbad mit Chinchillasand zur Verfügung stellt, können sie ihre Fellpflege komplett selbstständig erledigen. Ein gesunder Teddyhamster pflegt sich selbst.

 

Hamster sind "Mäuseartige" Tiere, aus der Familie der Wühler. Daher sind sie nicht mit Katzen, Hunden, Kaninchen, Menschen oder sonst was vergleichbar, die entsprechende Fell- bzw. Haarpflege benötigen.

 

Sollte es dennoch einmal zu einer verfilzten Stelle kommen, kann man diese vorsichtig heraus schneiden. Meist passiert das bei extrem langhaarigen Männchen oder älteren Tieren, die sich nicht mehr so gut selbst pflegen können. Alles andere kann man beim auf der Hand Halten mit den Fingern heraus streichen oder er macht es selbst.

 

Auch Baden oder sonstige Ideen zur Fellpflege sollte man nicht in Betracht ziehen. Dadurch können sie eine tödliche Lungenentzündung bekommen und auch der Stress beim Kontakt mit Wasser usw. ist purer Horror für die kleinen Tierchen. Bitte erspart Eurem Schützling daher jegliche Form der unnatürlichen Fellpflege. Das wäre alles eher eine Qual als ein Gefallen.

 

Man kann, wenn man möchte, auch spezielles Einstreu verwenden (Hanfstreu o.ä.), dies hängt nicht so fest im Fell wie herkömmliches Holzstreu. Ich persönlich habe für meine Teddy-Bande das staubarme Allspan Streu. Damit kommen sie  super zurecht, ihre Gänge halten und es hängt nichts im Fell, was sie nicht sehr gut allein wieder heraus putzen können.

 

Auch bei der Fütterung muss man nichts besonderes beachten. Entgegen mancher Meinungen, dass sie doch Haarbälle im Magen bekommen könnten, durch das Putzen, passiert da gar nichts. Sie haben keinen Fellwechsel und verlieren daher nicht so viele Haare wie Katzen oder Kaninchen, bei denen man auf Haarbälle im Magen achten soll. Kein Teddy bekommt so viel Fell in den Magen, dass ihm dies Probleme bereiten könnte.

 

Weibliche Teddyhamster haben meist nur sehr wenige lange Strähnchen. Diese sind dann hinter den Öhrchen und als "Röckchen" am Hinterteil zu finden. Zeitweise können die Strähnchen auch komplett fehlen und dann irgendwann wieder nachwachsen. Das ist völlig unterschiedlich. Sie sind nur insgesamt etwas plüschiger als kurzhaarige Weibchen.

Männchen hingegen haben meist ein volles und sehr mächtiges Haarkleid. Meist haben sie seitlich am Körper entlang bis hinten wunderschöne Flusen. Das ist bei jedem Hamster etwas anders.

 

Wer sich also für einen Teddyhamster als neues Haustier entscheidet, muss keine weiteren Dinge beachten, die nicht auch ein Goldhamster benötigt.