Krankheiten


Leider kann es auch einmal vorkommen, dass das Tierchen krank wird. So gut man sich auch um sie gekümmert hat, man kann sie eben nicht vor allem beschützen.

 

In so einem Fall rate ich eindringlich dazu, schnellst möglich einen Tierarzt aufzusuchen, der Erfahrung mit Hamstern hat! Nicht lange im Internet suchen oder Bekannte bzw. mich fragen. Das ist wertvolle Zeit, die der Hamster vielleicht mit dem Leben bezahlt und Ferndiagnosen sind selten hilfreich.

 

Hamster haben, genau wie alle anderen Kleinnager und Vögel, in der Natur nur Fressfeinde. Das heißt, sie müssen stetig auf der Hut sein, nicht irgendwo erwischt und gefressen zu werden. Da können sie es sich nicht leisten Schwäche oder Gebrechlichkeiten zu zeigen. Sie lassen sich so lange nichts anmerken, bis es meist schon zu spät ist! Daher solltet Ihr Euer Tier immer genau beobachten und auf die kleinste Veränderung reagieren.

 

Meist merkt ein aufmerksamer Hamsterhalter sehr bald, ob mit seinem Schützling etwas nicht stimmt. Es ist wichtig das Tier täglich sobald man es sieht, kurz zu kontrollerien ob alles in Ordnung ist.

 

Das Fell und vor allem die Afterregion sind sauber, die Augen klar, die Motorik ist ausgeglichen und flink wie immer. Der Kot ist reisförmig und fest. Das sind so die groben Eckpunkte, an denen man erkennen könnte, ob mit dem Hamsterchen etwas nicht stimmt.

 

Je schneller eine Krankheit erkannt wird, desto besser sind die Heilungs-Chancen.

 

Ich drücke die Daumen, dass Euch und Eurem kleinen Mitbewohner jegliche Krankheit erspart bleibt und Ihr viele schöne Stunden mit ihm verbringen könnt. 

In Zweifelsfällen dürft Ihr mich natürlich auch kontaktieren, was jedoch einen Arztbesuch nicht ersetzt!

 


Medikamente Verabreichen

Wenn Euer Hamsterchen vom Tierarzt Medikamente zur Einnahme mitbekommen hat, so verabreicht es ihm bitte NIE über eine Spritze ins Mäulchen. Dieses Zwangs-Füttern ist wirklich nicht notwendig. Zumal so alles ausgespuckt werden kann und das meiste landet irgendwo, nur nicht da wo es hin soll. Es könnte auch in die Lunge gelangen, was sehr schnell tödlich enden kann!

 

Am besten man mischt die Medikamente in einen Kleks Baby-Karotten-Brei. Wahlweise auch auf ein Stückchen Frischfutter, das der Hamster gerne hat, falls keine Durchfall-Erkrankung vorliegt. Das frisst Euer Hamsterchen mit Sicherheit gerne und wenn es weg ist, kann man sicher sein, dass die Medizin auch wirklich eingenommen wurde. Um eine zusätzliche Kalorien-Zufuhr zu bieten (auch bei Durchfall möglich), kann man den Brei mit Haferflocken oder 7-Korn-Baby-Brei-Pulver anreichern.

Milchprodukte wie Quark o. ä. müssen bei der Gabe von Antibiotika gänzlich vermieden werden.

 

Wenn der Hamster erst einmal so sehr geschwächt ist, dass er wirklich von alleine kein Futter mehr aufnimmt, bin ich persönlich der Meinung, dass es auf jeden Fall besser ist, man erlöst das Tier von seinen Leiden. Denn es ist dann wirklich nur eine Frage der Zeit, bis das Tierchen von allein – mehr oder weniger qualvoll – verstirbt.