Außenhaltung?!


Den größten Fehler, den man machen kann ist, sie mit Kaninchen oder Meerschweinchen zu vergleichen, welche Außenhaltung brauchen

und auch nur in Gesellschaft glücklich sind. Mittelhamster sind das komplette Gegenteil!

 

Sie sind nur in ihrem Gehege bzw. im abendlichen Freilauf glücklich und auch nur dann, wenn man sie absolut einzeln hält. 

 

Unsere heutigen Hamster sind zig Generationen von den einzigen Wildfängen entfernt und haben mit ihnen nur noch wenig gemein. Ihre Instinkte haben sie größtenteils behalten und einigermaßen noch das Aussehen. Alles andere wurde durch (mehr oder weniger) gezielte Zucht verändert. 

 

Als erstes gilt zu beachten, dass sie ursprünglich aus einem ganz anderen Klima stammen, als wir es hier haben!

Goldhamster stammen aus Syrien, wo es überwiegend heiß und trocken ist. Daher sind sie sehr empfindlich was Temperaturen unter 20 Grad angeht. Zu heiße Temperaturen vertragen sie allerdings genauso wenig, da sie als Erdbewohner in Erdlöchern oder ähnlichem vor der Hitze des Tages Zuflucht gesucht haben. Sie haben keine körpereigene Möglichkeit ihre Temperatur zu senken, daher bekommen sie recht schnell einen lebensgefährlichen Hitzschlag. 

Sie sind nachtaktiv. Deswegen von Natur aus auch nicht gegen Sonnenlicht gefeit. Sie sind beinahe blind bei Tageslicht und auch die UV Strahlung kann ihren Augen großen Schaden zufügen. 

 

Abgesehen davon, besitzen sie keinerlei Abwehrkräfte gegen Krankheitserreger und Parasiten, die sich ggf. im Gras oder sonst wo außerhalb unseres Wohnraumes befinden.

 

Wer seinem Hamster dennoch eine Freude von Außerhalb tun möchte, der kann Gänseblümchen, Löwenzahn oder ähnliches herein holen und anbieten. Darüber freut sich das Hamsterchen sicher viel mehr, als wenn man es der stressigen und gefährlichen Umgebung draußen aussetzt.