Davor...


Bevor Ihr Euch dazu entschließt eine Fellnase zu adoptieren,

solltet Ihr Euch über folgende Dinge im Klaren sein:

Zeit

Ein Hamsterleben dauert in der Regel 2 bis 3 Jahre. Für die gesamte Zeit muss eine lückenlose Pflege und Zuwendung gewährleistet sein. Zeit für den täglichen Freilauf, sowie für die alle 2 bis 3 Tage anfallende Gehege-Reinigung muss eingeplant werden.

 

Auch an eine Urlaubsunterkunft bzw. -Betreuung muss gedacht sein oder falls man selber mal ins Krankenhaus muss.


Kosten

Tiere kosten Geld. Auch ein augenscheinlich kleines Tier wie der Hamster kostet seinen Halter einiges. Von den Anschaffungskosten des Geheges, der Einrichtung und dem Tier selber, über die regelmäßig anfallenen Kosten für artgerechte Nahrung und Streu bis hin zu eventuellen Tierarztkosten, muss alles bedacht sein.


Zusammenleben

Für die gesamte Lebensdauer Eures kleinen Schützlings seid Ihr für ihn verantwortlich und Ihr solltest ihm diese Zeit so schön wie möglich gestalten.

 

Hamster sind nachtaktive Tiere. Ihr solltet Euch also im Klaren sein, dass Ihr ihn frühestens in der Dämmerung zu Gesicht bekommt bzw. viel später oder an manchen Tagen gar nicht. Ihr solltet dem Tierchen den Freiraum lassen selbst zu entscheiden wann es aufstehen möchte und Ihr dürft es nicht unnötig wecken. Das nimmt Euch die Fellnase sehr übel und könnte darauf mit Beißen reagieren.

 

Hamster sind keine Kuscheltiere! Es gibt natürlich auch Hamster, die lassen sich gerne lange herum tragen oder halten, doch das ist eher selten. Jedes Tier hat seinen eigenen Charakter und den sollte man respektieren. Ein Hamster ist eher ein Beobachtungstier. 

 

Daher gebe ich meine Tiere auch nicht an Halter unter 14 Jahren ab.

Es sei denn die Eltern versichern mir glaubhaft, dass sie größte Sorgfalt und Aufmerksamkeit darüber haben, wie ihre Kinder mit dem Hamster umgehen. 


Allergien

Vor der Anschaffung eines Hamsterchens ist es ratsam, genau abzuklären ob ein Familienmitglied unter Tierhaar-, Hausstaub- oder Gräserallergien leidet. Heu und Trockenblüten sind unverzichtbare Bestandteile der artgerechten Hamsterernährung. Auch die Staubentwicklung des Streus kann einem Allergiker gefährlich werden. 


Hamster in einer Mietwohnung

Sind im Mietvertrag keine Bestimmungen über die Tierhaltung enthalten, so ist grundsätzlich davon auszugehen, dass die üblichen Heimtiere in der Mietwohnung gehalten werden dürfen. Die Heimtierhaltung gehört heute zur allgemeinen Lebensführung und zum vertragsgemäßen Gebrauch der Mietwohnung, solange durch die Tierhaltung keine Belästigungen eintreten.
 
Dies gilt grundsätzlich und erst recht auch für die Haltung von Kleinnagern wie Goldhamstern. Denn diese Tiere sind ihrer Art und Natur nach nicht geeignet, eine Störung des Hausfriedens hervorzurufen. Weder geht von ihnen eine übermäßige Geruchsbelästigung aus, noch geben sie Geräusche von sich, die zu einer Lärmbelästigung anderer Mieter führen könnten. Ferner sind diese Tiere nicht imstande, größere Beschädigungen an der Wohnung zu verursachen.

Der Mieter braucht zur Haltung eines Goldhamsters keine ausdrückliche Genehmigung. Problematisch wird es erst dann, wenn aus ein oder zwei Goldhamstern eine ganze Zuchtgruppe mit sehr vielen Tieren wird. Hier wird man im Einzelfall prüfen müssen, in wie weit der Hausfrieden gestört sein könnte oder nicht.

Gestört ist nach der Rechtsprechung der Hausfriede bereits dann, wenn übermäßig viele Heimtiere gehalten werden, oder wenn Einstreumaterial mit der Folge einer Rohrverstopfung in die Toilette eingeleitet wird.
 
Gebrauchte Käfigeinstreu riecht unangenehm und ist ordnungsgemäß zu entsorgen, sodass hierdurch keine Hausmitbewohner belästigt werden.
 
So stellt es nach der Rechtsprechung aber keine Belästigung der anderen Mitbewohner dar, wenn das riechende Käfigeinstreu in einer Plastiktüte verpackt im Mülleimer entsorgt wird.
(Quelle: GU-Ratgeber "Der Hamster / Mein Heimtier")


Gesetz

§ 2 Tierschutzgesetz:

Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,

 

 1. muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,

 

2. darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden,

 

3. muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.